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Das Günther Uecker-Forschungsstipendium

Das Günther Uecker-Forschungsstipendium wurde durch den Verein UECKER IN SCHWERIN: NEUBAU e.V. im Jahr 2017 zum ersten Mal vergeben.

Mit dem Stipendium befördern wir von UECKER IN SCHWERIN: NEUBAU e.V. die Forschung um das Werk von Günther Uecker. Das erstmals vergebene Forschungsstipendium (PDF) bietet die Möglichkeit, ein selbst gewähltes Forschungsvorhaben zum Themenkomplex um das Werk von Günther Uecker zu realisieren. Die Unterstützung versteht sich als Teilförderung, die zusätzlich zu einer bereits bestehenden Förderung oder zur Überbrückung in die Promotions- bzw. Postdoc-Phase gewährt werden kann. Besonders junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Fachdisziplinen Kunstgeschichte, Kulturwissenschaft und Philosophie werden gefördert, um sich mit dem Werk Günther Ueckers, seinem Leben und dem gesellschaftlich-künstlerischen Kontext des Künstlers auseinanderzusetzen.

Die Jury hat Xiao Xiao, die an der Universität Hildesheim promoviert, einstimmig für das erste Günther Uecker-Forschungsstipendium ausgewählt.

Das Thema: Die Rezeption der Zen-Buddhistischen Kunst im Vorfeld der künstlerischen Entwicklung von Günther Uecker.

Xiao Xiao Sandspirale 1960 Städel Günther Uecker

Die internationalen Bewerbungen, die ein sehr hohes wissenschaftliches Niveau auszeichneten, sorgten für angeregte Diskussionen während der Jurysitzung. Die Mitglieder der Jury waren Prof. Dr. Kornelia von Berswordt-Wallrabe (Vorsitzende UECKER IN SCHWERIN: NEUBAU e.V. Schwerin), Dr. Kornelia Röder (Schwerin) und Dr. Heinrich Stahlhut (Sammlungskonservator am Kunstmuseum Luzern), als Beisitzerin Mechthild Bening (Schatzmeisterin UECKER IN SCHWERIN: NEUBAU e.V. Schwerin).

Das Günther Uecker-Forschungsstipendium aus Schwerin!

Der bedeutende mecklenburgische Künstler Günther Uecker nimmt in seinen renommierten Werken deutlich Bezug auf die Landschaft in der er seine Kindheit und Jugend verbrachte – Mecklenburg an der Ostsee. Nach seinem Studium der Malerei von 1949- 1955 an den Kunsthochschulen Heiligendamm, Berlin-Weißensee und Düsseldorf verwendete Uecker bereits 1956-57 vorproduzierte Elemente und Nägel um die Bildfläche zu modulieren und zu rhythmisieren. Dabei liegt der Fokus des bildgebenden Prozesses auf der Materialität der Farbe wie der Formen.
Seit Anfang 1959 entwickelt er rein strukturale Bildauffassungen in seinen Arbeiten. Gelbe und weiße Bildoberflächen auf denen nun in Reihungen eingeschlagene Nägel erscheinen, versetzen die klaren Grundformen der Arbeiten in Vibrationen durch Licht.
Bereits in diesen frühen Arbeiten überführt Günther Uecker den Materialwert der Elemente in ihren mehrdimensionalen Energiewert. Seine Beschäftigung mit Licht als räumliches Element Anfang Februar 1959 anlässlich eines dreitägigen Festes zu Ehren von Yves Klein und Tinguely in Düsseldorf, führt zur näheren Bekanntschaft mit Heinz Mack und Otto Piene. Im März nimmt Uecker an der Ausstellung „Vision in Motion“ im Hessenhuis in Antwerpen teil, wo er erstmals seine „Nagel-Objekte“ öffentlich zeigt.
Von da an finden wir seine Werke in den bedeutenden Museen der Welt.
Dieser Trend ist – bis heute – ungebrochen.
Um die große Faszination zu verstehen, die das Werk von Günther Ueckers bei vielen Menschen auslöst, haben wir uns am Wissenschaftsort Schwerin entschlossen, die eingehende Erforschung der Werke von hier aus zu fördern. Mit einem jährlich vergebenen Forschungsstipendium unterstützen wir junge Wissenschaftler in ihrem Bemühen, einen intensiven Blick auf die Wirk- und Arbeitsweise dieser Ausnahmeerscheinung aus unserem Land: Günther Uecker, zu ermöglichen.

Hier geht es zur Presseschau über die Vergabe des ersten Stipendiums an Xiao Xiao.