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Der zweite Prägedruck des Mecklenburger Künstlers wurde im medienhaus:nord verlost.

Einen echten Uecker! Wer hätte nicht gerne so einen Prägedruck, den der weltberühmte Konzept- und Nagelkünstler, der aus Wendorf bei Schwerin stammt, extra für den Neubau des Museums der Moderne in Schwerin gespendet hat. Karin und Michael Jungrichter aus Pinnow bei Schwerin sind seit heute stolze Besitzer eines solchen Werkes. Der Förderverein „Uecker in Schwerin: Neubau e.V.“ verloste gemeinsam mit unserer Zeitung das Nagelrelief unter Spendern, die seit zwei Jahren zum Museumsneubau beitragen.

Bei der Verlosung (v. l.): Prof. Dr. Kornelia v. Berswordt-Wallrabe vom Uecker-Verein, Max-Stefan Koslik, Chefredaktion; Verlags-Geschäftsführer Andreas Gruczek, Kultusminister Mathias Brodkorb und Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow (Foto: Lisa Kleinpeter)

Bei der Verlosung (v. l.): Prof. Dr. Kornelia v. Berswordt-Wallrabe vom Uecker-Verein, Max-Stefan Koslik, Chefredaktion; Verlags-Geschäftsführer Andreas Gruczek, Kultusminister Mathias Brodkorb und Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow (Foto: Lisa Kleinpeter)

Und die Freude war groß bei den Gewinnern. „Wir haben bei solchen Sachen nie Glück“, sagte Karin Jungrichter noch im Vorhinein, „und jetzt gleich so eine tolles Werk. Das bekommt einen besonderen Platz bei uns Zuhause. “ Dass es die Richtigen getroffen hat, davon waren alle ins medienhaus:nord eingeladenen Gäste schnell überzeugt. Michael Jungrichter ist seit vielen Jahren als Vorsitzender der „Freunde des Mecklenburgischen Staatstheaters“ und in vielen anderen Vereinen ehrenamtlich aktiv. Seine Frau und er brennen für die Kultur. Heute bekamen sie für ihr Engagement ein Stückchen zurück.

Die glücklichen Gewinner Michael und Karin Jungrichter mit Chefredakteur Max-Stefan Koslik.

Die glücklichen Gewinner Michael und Karin Jungrichter mit Chefredakteur Max-Stefan Koslik.

Der Verein „Uecker in Schwerin“ mit Prof. Kornelia von Berswordt-Wallrabe an der Spitze hat mit Unterstützung unserer Zeitung und vieler, vieler Spender inzwischen mehr als 1,26 Millionen Euro Spendengelder gesammelt, um das Museum der Moderne über den Anbau hinaus wachsen zu lassen. Allein unter den Spendern, die zur heutigen Verlosung angereist waren, kamen Kunstbegeisterte nicht nur aus MV, sondern auch aus vielen anderen Bundesländern.

„Günther Uecker hat es erst möglich gemacht, dass diese Summe heute verfügbar ist“, betonte Berswordt-Wallrabe heute im Verlagsgebäude unserer Zeitung in Schwerin. Der Mecklenburger Künstler stiftete 110 Exemplare zweier limitierter Prägedrucke für den Kunstneubau. Verlags-Geschäftsführer Andreas Gruczek betonte bei der Begrüßung, dass Geschäftsführung und Redaktion der Heimatzeitung von Anfang an begeistert waren, das Projekt zu unterstützen und gemeinsam mit dem Verein voranzutreiben. „Kultur und Zeitung, das passt zusammen“, so Gruczek.

Alle Spender hatten mindestens 100 Euro gegeben und waren so mit ihren Namen in die Lostrommel gekommen. Glücksfee war an diesem Abend Schwerins Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow (Linke). „Das ist eine Ehre für mich“, sagte sie. Das Staatliche Museum sei ein Leuchtturm in der Kulturstadt Schwerin, der nun dank der Hilfe des Vereins aufgewertet werde. „Ein bisschen neidisch bin ich natürlich auf den Gewinner“, gestand Gramkow lachend.

Vor gut ein einhalb Jahren wurde schon einmal ein Uecker verlost. Seitdem hat sich beim Neubau einiges getan, hob auch Kultusminister Mathias Brodkorb (SPD) hervor, der extra zur Verlosung in das Medienhaus gekommen war: „Zwei Jahre hat es gedauert von der Idee bis zur Wirklichkeit.“ Das sei ungewöhnlich für so ein Projekt. „Die historischen Räume im Museum sind wunderschön. Aber moderne Kunst braucht einen neutralen Hintergrund“, erklärte Brodkorb die Beweggründe für den vom Land und EU finanzierten Neubau. Dass aus ihm noch mehr wachsen soll, befürwortet der Minister. Der Förderverein will den Innenhof des Museums überdachen. Noch seien die dafür benötigten Millionen Euro jedoch nicht beisammen, räumte Berswordt-Wallrabe ein. Deshalb denke der Verein nun auch über andere Fördermöglichkeiten nach. Die bisher eingenommen 1,26 Millionen Euro zeigten, wie groß das Interesse an dem Neubau sei. Allein aus Mecklenburg-Vorpommern sind nach Berswordt-Wallrabes Angaben 141 500 Euro in den Spendentopf gekommen. „Mitbauer“, entfuhr es der Enthusiastin, „das sind Sie alle.“

(Bericht der SVZ vom 3.3.2016)